Friedrich-List-Gymnasium Reutlingen

IPSA SCIENTIA POTESTAS EST

Von Wötzen umzingelt

Ein Probenbesuch bei unserer Theater-AG „frideridolus“

Wir sind zum Probenbesuch verabredet. Der Zeitpunkt: Samstag, 9 Uhr. Zu dieser Uhrzeit finden wir vor dem Haupteingang unserer Schule erstmal eine umgekippte und ausgelaufene Jägermeister-Flasche. Nicht von den Schauspielern! Das sind die Reste der Nacht, die Unbekannte uns da hinterlassen haben. Igittigitt.

Theater im NWT-Raum?

Auch der Probenraum ist erstmal überraschend für uns: Es ist der neue NWT-Raum im ersten Stock. Dorthin musste die AG ausweichen, weil der Theaterkeller im Spitalhof ganz dringend saniert werden muss.

Der Wotz – ein Klotz

Die Probe beginnt. Aaaaaaa, sssssss, ßßßßßßß. Frau Lang macht erstmal Sprechübungen mit den Acht- bis Zehntklässlern, die im „Wotz“ mitspielen.
Wotz? Der Titel des Stücks, so erklären uns die Darsteller und ihre Regisseurin später, entstand aus einem Zufall, einem Schreibfehler, heraus. Sie hatten sich entschieden, ihr eigenes Stück zu schreiben. Über ein Sammelobjekt, das eigentlich keiner braucht und das doch alle bewegt. Entweder weil sie zu fanatischen Sammlern werden, weil sie es bekloppt finden oder weil sie als Hersteller des Teils reich werden. Es sollte unhandlich und unnütz sein und doch irgendwie nett aussehen. Unser Kunstlehrer Herr Wiedenmann, der Bühnenbild und Requisite für die AG entwirft und herstellt, bastelte ihnen einen großen Styroporwürfel. Oder ist es ein Klotz? Aus „Würfel“ und „Klotz“ wurde „Wotz“.

Das Erdbeersprechen

Zum Abschluss des Warm-ups für die Stimmen der Schauspieler kam noch das „Erdbeersprechen“. Hier mussten die Schauspieler mit einer Erdbeere im Mund Wörter sprechen. Diese Aufgabe wird normalerweise mit einem Korken im Mund durchgeführt. Weil's leckerer ist, brachte Frau Lang Erdbeeren mit. So lang ging diese Übung nicht, weil Pauline, Anna, Daniela, Richard und Hannes ihre Erdbeeren beim Sprechen anknabberten und dann ganz wegvesperten.

Badewannenszene

Jetzt die eigentliche Probe: Badewannenszene als Schattenspiel. Hierzu braucht es einen schnellen Umbau, der für die Schauspieler etwas schwierig ist. Aber für uns war's auch lustig, da man die Darsteller hinter der Bühne schimpfen hörte und lustige Musik dazu lief. Manamana von den Muppets.
„Das Entchen ist verdeckt“, „Richard, liest du den Text ab?“, „Laut und deutlich sprechen hinter der Wand! Die schluckt den Ton!“ Tja, die Probe haben sie noch gebraucht.
Wir sagen toi, toi, toi und freuen uns auf den „Wotz“ im THEATER REUTLINGEN DIE TONNE, Spielstätte im Spitalhof, Freitag und Samstag, jeweils um 19 Uhr.

Die REPORTER Lilli Klüppel, Anastasia Mourousoglou, Shubhada Shah und Georgios Zagoridis

Artikel im GEA

 


Stand: 18.06.2016