Friedrich-List-Gymnasium Reutlingen

Miteinander.  Zukunft.  Bilden.

Gegen das Vergessen

Seit 1992 gibt es das Projekt des Künstlers Gunter Demning bereits, das kleine Gedenktafeln als „Stolpersteine“ am Boden vieler Städte verlegt. Sie sollen exemplarisch an das Schicksal vieler Menschen erinnern, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, erniedrigt und ermordet wurden

Auch unser Leistungsfach Geschichte der Klassenstufe J2 hat sich mit ihrer Lehrerin Sabine Thoma-Hass ausgiebig mit dem Nationalsozialismus und seinen Folgen auseinandergesetzt und eine sehr gelungene Stolpersteinlegung für unseren ehemaligen Lehrer Hans-Martin Berger gestaltet.

Er unterrichtete von 1930-1933 an unserer Schule und wurde dann von den Nationalsozialisten aufgrund seiner jüdischen Herkunft von seinem Beruf ausgeschlossen.

Nach Reden von unserer Schulleiterin Susanne Goedicke und unserem Oberbürgermeister Thomas Keck und musikalischer Begleitung durch Louisa Mayer, Lorena Wahlert, Sarah Baltes und unserer Lehrerin Ursula Herrenbrück, erfuhr das Publikum noch Details zu Hans-Martin Berger und seinem bewegten Leben. Gut recherchiert und sehr bewegend erzählten Roba Karnib, Ann-Kathrin Mädler und Frieder Morgenstern, wie sehr das Erlebte Hans-Martin Berger prägte. Mit dem wohl wichtigsten Satz der Veranstaltung schloss die kurze Präsentation: „In der heutigen Zeit, in der sich völkisches Gedankengut in ganz Europa ausbreitet, bedeutet der Stein auch ein Aufruf zur Zivilcourage. Durch Menschen wie Herrn Berger weiß ich die Freiheit, die ich in dieser demokratischen Gesellschaft genieße, ganz besonders zu schätzen.“


Andreas Schumacher  |  Stand: 24.09.2021