Friedrich-List-Gymnasium Reutlingen

Miteinander.  Zukunft.  Bilden.

Reutlinger „Freu(n)de" in New York

„Freude!" Mit diesem Ausruf ging es für uns gemeinsam mit dem Reutlinger Liederkranz, dem Gesangverein Raidwangen und unserem Chorleiter Thomas Preiß weit über den Ozean nach Amerika in „die Stadt, die niemals schläft": New York City.

Mit großer Vorfreude ging es bereits am Samstag, dem 1.12.18 um 4:30 Uhr in der Früh los. Unsere Ankunft in New York war atemberaubend, da die ganze Stadt so eindrucksvoll war: Die hohen Gebäude, die leuchtenden Reklamen und glitzernde Leuchtschriften. Auch die Probe mit den Partnerchören aus Hongkong, Neuseeland, Kanada und „all over America", war etwas ganz Besonderes. Nicht nur, weil der Dirigent Jonathan Griffith eine ganz herzlich lustige Art hatte, sondern auch weil wir vom Klang der 244 Sängerinnen und Sänger überwältigt waren. Neben dem Singen versuchten wir unsere freie Zeit so gut wie möglich zu nutzen und mit Rockefeller Tree etc. das ultimative „Christmasfeeling" zu bekommen.

Vom Rockefeller Center hatten wir dann den perfekten Überblick über die Stadt, die wir mit Beethovens „Chorfantasie" und „Ode an die Freude" aus dem vierten Satz seiner 9. Symphonie besingen durften. Am Abend des Auftritts hatten sich 2600 Leute in der Carnegie Hall zusammengefunden. Während das Orchester die ersten 3 Sätze der 9. Symphonie spielte, hatten wir die Zeit, den Klang des Konzertsaals zu genießen und ein wenig in Gedanken zu schwelgen. Aber Aufmerksamkeit war gefordert, denn dann kam unser Einsatz. Und obwohl die Probe zuvor eher mager verlief, kann man sagen, dass wir es wohl „genagelt" haben. Standing Ovations und ein Jubel wie im Stadion bestätigten die Arbeit unserer langen und kräftezehrenden Proben, deren gesamte Probezeit circa 26 Stunden betrug.

Es war eine große Ehre mit einem solchen Orchester, mit solchen Solisten, in solch einer Halle, in einer solchen Stadt zu singen, dass wir dieses Erlebnis nie wieder vergessen werden. Nach dem anschließenden After-Show-Dinner folgte noch eine kleine Gesangseinlage auf der Straße unsererseits, bis wir dann erschöpft, aber zufrieden ins Bett fielen. Leider mussten wir am nächsten Tag schon wieder die Rückreise antreten, und die Eingliederung in den normalen Schultag ließ sich nicht vermeiden. Egal wie kurz der Trip auch war, so ist die Erinnerung umso traumhafter und anhaltender. Wir freuen uns alle schon erneut auf ein solches Erlebnis, denn wir sind zuversichtlich, dass dies nicht einmalig bleiben wird.
 


 

Niklas Dupski und Maren Seehuber

 


Dunja Ostic  |  Stand: 30.01.2019